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Das Nikko SUB-168


Das Nikko U-Boot SUB-168
Ich bin immer auch daran interessiert, wie die Profis Modell-U-Boote bauen, und darum habe ich mir einmal das Nikko Sub-168 genauer angesehen. Da es gegenüber vergleichbaren Modellen größer ist, hatte es meiner Meinung nach bessere Chancen ein vollwertiges Modell zu sein.

Der Bug des SUB-168
Relativ kritisch stehe ich dem hier gewählten Antriebssystem gegenüber, das gleichzeitig auch sämtliche Steuerfuntionen übernimmt. Die zwei seitlich montierten Motoren lassen sich getrennt steuern, und können auf diese Weise bei gleichzeitigem Betrieb das Boot voran treiben oder rückwärts fahren lassen und bei einseitigem oder gegensätzlichem Betrieb das Boot nach rechts oder links steuern.

Das Heck von SUB-168
Nun ist dagegen bis jetzt noch nichts einzuwenden, aber da die Motoren nicht proportional mit der Fernsteuerung gesteuert werden, sondern nur ein- oder ausgeschaltet werden können, ergibt sich bei solchen Modellen meistens auch bei gewünschter Geradeausfahrt eine Kurvenfahrt, weil die beiden Antriebe nicht exakt gleich laufen.

SUB-168 in der Draufsicht
Insofern war das kleine ELV-U-Boot, das ja auch sozusagen der Vater all dieser Nachfolgemodelle ist, sehr im Vorteil, denn es wurde tatsächlich proportional gesteuert (d.h. je nachdem wie weit der Steuerknüppel am Sender bewegt wurde, änderte sich auch die Motordrehzahl).

SUB-168 in der linken Seitenansicht
Die mangelhafte Kurvenfahrt lässt sich zwar durch Gegensteuern korrigieren, aber da ja die Motoren immer nur ein- und ausgeschaltet werden können, ergibt sich zwangsläufig ein wenig schöner Zickzack-Kurs.

SUB-168 in der rechten Seitenansicht
Die Fahreigenschaften von SUB-168 entsprechen zum Glück doch nicht meinen schlimmsten Befürchtungen, es fährt trotz der weit ausladenden Antriebe recht vernünftig geradeaus - eben so, dass man nicht sofort wieder den Spaß daran verliert. Das liegt vor allem an der gut auf das Modell abgestimmten Antriebsleistung. Das Boot ist kein Unterwasser-Flitzer, sondern fährt mit einer für die Badewanne genau richtigen Geschwindigkeit.

Der weiße Hebel unten rechts am Modell muss zum Öffnen des Heckdeckels nach vorne gedrückt werden.

SUB-168 mit offener Heckkappe
Dann kann die Heckkkappe ein Stück gedreht und abgezogen werden. Sie funktioniert wie ein Bajonettverschluss. Die Dichtung ist ein drei-lippiger Dichtring von guter Qualität. Das Dichtungssystem macht insgesamt einen vorbildlichen Eindruck.

Die Akkus werden bequem in ein komplett herausziehbares Akkufach eingelegt (auf dem Foto bereits ein Stück weit herausgezogen).

Das Ballastfach von SUB-168
Im Kielbereich des Bootes befindet sich ein Ballast- und Trimmsystem, das sehr komfortabel, ähnlich einer Schublade, ausgeführt ist und mit dessen Hilfe SUB-168 auftriebsmäßig optimal eingestellt werden kann. Außerdem kann Einfluss auf die Horizontallage genommen werden. Übrigens stellte sich bei meinen Einstellversuchen heraus, dass die von mir verwendeten Akkus für das Boot zu schwer waren. Siehe dazu den Bericht 'Akkugewichte'.

Die Antriebsgondeln sind im Winkel verstellbar und rasten in bestimmten Positionen sicher ein.

Die zusätzliche Trimmvorrichtung am Heck von SUB-168
Um die Horizontallage des Bootes zusätzlich beeinflussen zu können, wurde eine Trimmmöglichkeit am Heck des Nikko-U-Bootes vorgesehen. Hier können nach Bedarf große Beilagscheiben auf einen Zapfen aufgeschoben werden.

Der Sender
Hier ist der Sender zu sehen. Betätigt man beide Vorwärtstasten gleichzeitig, fährt das Boot geradeaus. Gewöhnungsbedürftig ist es, dass bei Betätigung des rechten Tasters das Boot nach links fährt und bei Betätigung des linken Tasters nach rechts. Mit den beiden Rückwärts-Tastern wird das Boot rückwärts gesteuert.

Ein- und ausgeschaltet wird das Boot, indem das Periskop nach unten oder oben bewegt wird. Dies geschieht berührungslos über einen Magneten der am unteren Ende des Periskops befestigt ist.

Abschließend muss ich sagen, dass dieses Boot mit Sicherheit nicht mal zwischendurch als kleiner Verkaufs-Gag entwickelt wurde, sondern eine intensivere Entwicklung hinter sich haben muss. Es ist funktionell sehr durchdacht, und meiner Meinung nach das beste Fertig-Modell-U-Boot, das gegenwärtig auf dem Markt ist.

Es hat eine für den Zweck optimale Größe und kann auch in Kinderhänden nicht so leicht kaputt gehen. Dadurch, dass es kein Unterwasserflitzer ist, kann es trotz seiner Größe auch in der Badewanne gefahren werden. Andererseits kann es aufgrund seiner Größe durchaus auch in Freigewässern eingesetzt werden, wo es durch Kraut und Algen nicht ganz so leicht in Schwierigkeiten gerät wie die kleineren U-Boote dieser Gattung. Die Akkus können leicht ausgetauscht werden, wenn der erste Satz wieder geladen werden muss. Durch die gut angepasste Geschwindigkeit dieses Bootes lässt sich die Fahrtrichtung leicht und unspektakulär korrigieren.

Die folgenden Bilder zeigen SUB-168 im Einsatz:

SUB-168 aufgetaucht schräg von vorn Das Nikko Modell-U-Boot an der Oberfläche.

SUB-168 aufgetaucht von der Seite SUB-168 immer noch an der Oberfläche.

SUB-168 ist abgetaucht SUB-168 ist abgetaucht - zu erkennen an der Antennenspitze die gerade noch aus dem Wasser ragt. Eine Funkverbindung ist aber auch noch bei ganz unter getauchter Antenne möglich.

Das vorherige Bild aus der Nähe Hier ist das getauchte Nikko Modell-U-Boot noch einmal aus der Nähe zu sehen.

SUB-168 taucht ganz nah am Ufer. Vorwiegend wird das Tauchen im Uferbereich stattfinden, weil das Boot dort am besten zu beobachten ist und die Funkverbindung auch nur einige Meter weit reicht.

Das Nikko Unterseeboot am See stehend ...für Kinder und verspielte Erwachsene (wie mich)!




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