Das Drehen eines Deckels
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Um mein kleines Aluminium-U-Boot mit Heckflossen nachrüsten zu können, wollte ich eine kleine stabile Grundplatte auf der Hecköffnung montieren. Bislang habe ich solche Platten immer mit der Laubsäge ausgesägt, aber dieses Mal wollte ich eine Vorrichtung ausprobieren mit der das Ergebnis präziser wird. Außerdem sollte die Scheibe einen Absatz erhalten. Das wäre mit einfachen Handwerkzeugen ziemlich schwierig geworden.
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Ich verwendete eine 6 mm-Polycarbonatplatte ("Makrolon"). Nach dem Anzeichnen und Bohren eines M3-Gewindes, sägte ich das Teil mit der Laubsäge etwa einen halben Millimeter übermaßig aus und montierte es in der Bohrmaschine. Mittels eines Kerbschnitzwerkzeugs das fest am Anschlag aufgelegt wurde, sollte dann die Feinarbeit am Außendurchmesser der Scheibe erfolgen. Dabei muss der Anschlag nah an der Scheibe stehen - ansonsten kann die Klinge nicht vernünftig gehalten werden.
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Nun dauerte die Bearbeitung mit dem Kerbschnitzwerkzeug allerdings so lange, dass ich nach einer anderen Lösung suchte. Gut möglich, dass es für diese Aufgabe gar nicht geeignet ist - zumindest nicht für Makrolon das doch recht widerspenstig ist. Übrigens dreht sich die Scheibe immer gegen den Aluminium-Anschlag, d.h. wenn man auf den Schraubenkopf schaut gegen den Uhrzeigersinn. Wesentlich schneller geht die Bearbeitung der Scheibe mit einer kleinen Handfräsmaschine. Sie läuft in die selbe Richtung wie die eingespannte Bohrmaschine (also normale Betriebsrichtung).
Übrigens ist der von mir verwendete Bohrmaschinenhalter aus Kunststoff und gibt daher bei Belastung gerne nach bzw. weicht dem Druck aus. Besser wäre also ein Halter aus Metall.
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Es ist wichtig, dass man sie gut festhält und nicht mit der Durchmesserunrundheit der Scheibe mitschwingen lässt. Besser wäre natürlich ein zusätzlicher Anschlag für die Maschine - aber es ging auch so.
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Das Ergebnis ist gut gelungen. Die Fläche ist sehr gleichmäßig und glatt geworden.
Die Bohrmaschine lief übrigens mit kleinster Drehzahl im ersten Gang und die Fräsmaschine mit etwa 15000 U/min.
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Geschafft! Die Scheibe sitzt straff im Heckteil des U-Boots. |
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