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Styrodur drechseln


Das U-Boot mit den zu füllenden Endkappen an Bug und Heck
Um für mein kleines Aluminium-U-Boot, die Alu zusätzlichen Auftrieb zu schaffen, sollten die Endkappen mit Styrodur gefüllt werden. Styrodur gibt es im Baumarkt in verschiedenen Plattenstärken für Isolierungszwecke z.B. im Hausbau. Das Material ist fest, nimmt so gut wie kein Wasser auf, verrottet nicht, ist leicht zu bearbeiten, nicht teuer (ca. 10,00 Euro pro Platte) und sehr leicht (s.a. Beitrag 2K-Bauschaum)

Dies sind die Endkappen des U-Bootes
Das sind die Endkappen des U-Bootes.

Die Styrodurplatte wird in einer im Bohrständer montierten Bohrmaschine gedrechselt
Um das Styrodur den Endkappen anzupassen, entschied ich mich, es mit einfachen Mitteln zu drechseln. Dazu wurde die Platte mit Hilfe einer simplen Vorrichtung in eine Bohrmaschine eingespannt und mit verschiedenen Werkzeugen bearbeitet.

Die Vorrichtung mit der die Platte in der Bohrmaschine eingespannt wird
Das ist die Vorrichtung mit der die Platte in der Bohrmaschine gehalten wurde. Sie besteht nur aus einer Gewindestange, zwei mittig gebohrten Kunststoffscheiben, Muttern und Beilagscheiben.

Nach einige Versuchen habe ich die Styrodurplatte vor dem Einspannen in die Vorrichtung bereits mit einer Laubsäge dem äußeren Durchmesser entsprechend ausgesägt. So konnte sie als runde Scheibe wesentlich leichter gedrechselt werden.

So habe ich die Feile beim Drechseln gehalten
Am Geeignetsten erwies sich zum Drechseln eine Feile die ich mit ihrer Spitze am Rohr des Bohrmaschinenständers anlegte. Dadurch konnte ich sie sehr gleichmäßig führen und sicher halten.

Das Ergebnis sind zwei sauber gedrechselte Kappen
Das Ergebnis kann sich eigentlich sehen lassen. Durch die in die Endkappen hineinstehenden Magnethalterungen ging besonders bei der hinteren Kappe recht viel Material verloren (siehe die senkrechten Ausschnitte in den Kappen). Allerdings war die Heck-Endkappe für ausreichenden Auftrieb ohnehin zu klein wie sich bei einem späteren Schwimmtest herausstellte.

Schließlich entschied ich mich, die gedrechselten Styrodurteile nicht zu verwenden und die Kappen stattdessen auszuschäumen (2K-Bauschaum). Dennoch habe ich den Vorgang hier beschrieben, da er prinzipiell für den Modellbau sehr gut zu verwenden ist.


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